Die 5 größten Mythen der Lasermarkierung: Was stimmt wirklich?

Sascha Ammesdörfer
Produktexperte Laser
Lasermarkierung, Lasermarkierungssicherheit, Lasermarkierungskosten
Introduction
Immer mehr Hersteller aus dem Bereich verpackter Konsumgüter (CPG) und der Industrie erkennen die Vorteile der Laserbeschriftung. Die Systeme sind vielseitig, zuverlässig und ermöglichen dauerhafte, flexible und schnelle Kennzeichnungen. Sie liefern hochwertige Markierungen auf einer Vielzahl von Materialien und helfen Unternehmen dabei, steigende Anforderungen an Sicherheit, Rückverfolgbarkeit, Nachhaltigkeit und Compliance zu erfüllen.
Trotz dieser Vorteile halten sich einige Mythen rund um die Lasermarkierungstechnologie hartnäckig. Ist Lasermarkierung wirklich unsicher? Ist sie zu teuer? Oder lassen sich Lasersysteme tatsächlich nur schwer integrieren und bedienen? In diesem Beitrag beleuchten wir die Fakten hinter den Mythen und zeigen die Wahrheit hinter diesen und weiteren verbreiteten Irrtümern, basierend auf der Expertise der Videojet-Laserexperten.
Mythos 1: Lasermarkierung ist unsicher
Fakt: Videojet-Laser sind für höchste Sicherheit entwickelt und erfüllen die Laser-Sicherheitsklasse 1
Die in industriellen Lasermarkiersystemen verwendeten Laserquellen sind grundsätzlich als Laser der Klasse 4 eingestuft. Das bedeutet, dass sie leistungsstarke Strahlen erzeugen, die ohne entsprechende Abschirmung eine Gefahr für Augen und Haut darstellen und sogar ein Brandrisiko bergen können. Werden diese Laserquellen jedoch in ein vollständiges System integriert und korrekt betrieben, sind sie sicher und häufig sogar sicherer als alternative Kennzeichnungstechnologien.
Videojet-Laserbeschriftungssysteme werden mit höchster Sorgfalt nach den Anforderungen der Laser-Sicherheitsklasse 1 entwickelt. Die Umwandlung von einer Laserquelle der Klasse 4 in ein sicheres System der Klasse 1 wird durch den Einsatz robuster technischer Schutzmaßnahmen erreicht, darunter vollständige Strahlabschirmung, Sicherheitsverriegelungen und Absaugsysteme. Dieser konsequente Ansatz gewährleistet die Sicherheit von Mitarbeitern und der Arbeitsumgebung und macht die Lasersicherheit zu einer der höchsten Prioritäten bei Design und Implementierung.
“Jedes System wird bei der Installation zertifiziert. Solange keine Änderungen vorgenommen werden, bleibt die Einrichtung dauerhaft sicher.”
Wichtige Sicherheitsmaßnahmen
- Strahlabschirmung: Verhindert direkte und reflektierte Strahlenexposition und ist entscheidend für die Lasersicherheit und den Schutz der Bediener. Sascha Ammesdoerfer, Produktexperte Lasertechnik, bei Videojet, betont: „Ein häufiger Fehler ist eine Abschirmung mit Lücken. Damit die Strahlabschirmung wirksam ist, muss sie vollständig lichtdicht sein.“
- Sicherheitsverriegelungen: Diese Schutzmechanismen sorgen dafür, dass das System automatisch stoppt, wenn Sicherheitskomponenten geöffnet oder nicht korrekt ausgerichtet sind. Dadurch wird eine sofortige Absicherung gegen unbeabsichtigte Strahlenexposition gewährleistet.
- Absaugsysteme: Entfernen schädliche Partikel, Staub und sorgen für eine saubere Luftqualität. Das ist besonders wichtig, da bei der Lasermarkierung Partikel in Submikron-Größe entstehen können, die ein Gesundheitsrisiko darstellen. Eine effektive Absaugung verhindert, dass diese Partikel in den Atembereich der Bediener gelangen, und trägt zu einer gesunden Arbeitsumgebung bei.
- Ordnungsgemäße Montage und Vibrationskontrolle: Sorgt für präzise Kennzeichnungen, reduziert das Risiko für Bediener und gewährleistet die Stabilität des Lasersystems. Dies trägt maßgeblich zur allgemeinen Lasermarkierungssicherheit bei.
Regulatorische Anforderungen
- Erfüllung von IEC 60825-1 und CE-Zertifizierung: Lasersysteme müssen die Vorgaben der IEC 60825-1 für Lasersicherheit erfüllen und in Europa CE-zertifiziert sein. Diese Zertifizierung bestätigt die Einhaltung von Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltschutzstandards.
- Laser-Risikoanalyse (RI&E): Bei der Installation ist häufig eine Risikobeurteilung erforderlich, um sicherzustellen, dass alle Sicherheitsmaßnahmen korrekt umgesetzt sind und potenzielle Gefahren frühzeitig erkannt und minimiert werden. Dieser Schritt ist entscheidend für ein sicheres Arbeitsumfeld.
- Schulung der Bediener: Eine gezielte Bedienerschulung wird dringend empfohlen, um den sicheren und korrekten Umgang mit dem Lasersystem zu gewährleisten. Geschultes Personal kann das Equipment verantwortungsbewusst bedienen und die Sicherheitsprotokolle konsequent umsetzen. Dies ist ein zentraler Bestandteil einer effektiven Lasersicherheit.
Zusammenfassung
Industrielle Lasersysteme sind zwar von Natur aus leistungsstarke Laserquellen der Klasse 4, werden jedoch mit höchster Präzision entwickelt und zertifiziert, um in einer vollständigen Markierlösung die Anforderungen der Laser-Sicherheitsklasse 1 zu erfüllen. Dadurch sind sie eine sichere und zuverlässige Wahl für industrielle Umgebungen. Diese Systeme setzen häufig einen höheren Sicherheitsstandard und übertreffen oft die Sicherheit traditioneller Kennzeichnungsmethoden, da sie Risiken im Zusammenhang mit Verbrauchsmaterialien und manuellen Eingriffen deutlich reduzieren. Grundlage dafür ist stets eine gründliche Laser-Risikoanalyse.
Mythos 2: Lasermarkierung ist teuer
Fakt: Die Kosten für Lasermarkierung sind langfristig geringer
Auch wenn Lasermarkiersysteme häufig eine höhere Anfangsinvestition erfordern, insbesondere bei Faser- und UV-Lasern, sind die Gesamtkosten über die gesamte Lebensdauer des Systems oft niedriger als bei herkömmlichen Technologien wie Continuous Inkjet (CIJ) oder Thermotransferdruckern (TTO). Der Grund dafür liegt im Wegfall laufender Verbrauchsmaterialkosten sowie im deutlich reduzierten Wartungsaufwand. Das Ergebnis ist ein überzeugender Total Cost of Ownership (TCO).
“Vergleicht man einen CO₂-Laser über einen Zeitraum von fünf Jahren mit einem CIJ-Drucker, einschließlich Verbrauchsmaterialien, Wartung und Stillstandzeiten, gleichen sich die Kosten in der Regel an. Allerdings punktet der Laser bei Sauberkeit, Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit.”
Warum Lasermarkierung langfristig kosteneffizient ist
- Keine Verbrauchsmaterialien: Es sind keine Tinten, Lösungsmittel oder Farbbänder erforderlich, die regelmäßig nachgefüllt oder gelagert werden müssen. Zwar müssen Filter für die Absaugung gelegentlich ausgetauscht werden, dennoch bietet die Lasertechnologie eine deutlich abfallärmere Lösung im Vergleich zu verbrauchsbasierten Technologien, die oft gefährliche Abfälle erzeugen.
- Minimaler Wartungsaufwand und weniger Bedienereingriffe: Die Wartung von Lasermarkiersystemen ist besonders einfach und beschränkt sich häufig auf eine regelmäßige Reinigung der Linse. Das reduziert Stillstandzeiten und macht den Betrieb deutlich effizienter.
- Längere Lebensdauer: Industrielle Lasermarkiersysteme haben in der Regel eine Lebensdauer von sieben Jahren oder mehr und bieten damit eine dauerhafte und langfristige Kennzeichnungslösung.
- Höhere Verfügbarkeit: Da keine Verbrauchsmaterialien gewechselt und nur selten Wartungsarbeiten durchgeführt werden müssen, gibt es keine unnötigen Produktionsunterbrechungen. Das sorgt für eine maximale Anlagenauslastung und reduziert kostenintensive Stillstände.
Typischer Amortisationszeitraum
Der typische Amortisationszeitraum für ein industrielles Lasermarkiersystem liegt je nach Anwendung, Schichtmustern und Materialien zwischen drei und sieben Jahren. In vielen Fällen entspricht dies der gesamten Lebensdauer des Systems oder fällt sogar kürzer aus. Das verdeutlicht den starken Return on Investment (ROI) in Bezug auf die Kosten der Lasermarkierung.
“Kunden wissen, dass ein Faser- oder UV-Laser mehr kostet als ein CIJ-Drucker, sind jedoch bereit, in die höhere Effizienz und größere Unabhängigkeit zu investieren.”
Mehr als reine Kostenvorteile
Neben den direkten Einsparungen bei Verbrauchsmaterialien und Wartung bietet die Laserbeschriftung Unternehmen zusätzliche Vorteile:
- Beitrag zur Nachhaltigkeit: Da keine Tinten oder Bänder anfallen, entsteht kein zusätzlicher Abfall. Das unterstützt aktiv die Umweltziele von Unternehmen und reduziert den CO₂-Fußabdruck.
- Zuverlässige Kennzeichnung: Dauerhafte und manipulationssichere Markierungen verbessern die Rückverfolgbarkeit, stärken den Markenschutz und erleichtern die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften.
- Weniger Bedienaufwand: Höhere Sicherheit und weniger manuelle Eingriffe entlasten die Bediener, schaffen ein besseres Arbeitsumfeld und ermöglichen es dem Team, sich stärker auf wertschöpfende Aufgaben zu konzentrieren.
Zusammenfassung
Auch wenn die Anschaffungskosten für ein Lasermarkiersystem zunächst höher erscheinen, bieten diese Systeme über ihre gesamte Lebensdauer hinweg einen deutlich niedrigeren Total Cost of Ownership (TCO). Möglich wird dies durch den minimalen Wartungsaufwand, den Wegfall laufender Verbrauchsmaterialkosten sowie den zusätzlichen langfristigen Mehrwert in Form von verbesserter Rückverfolgbarkeit, der Unterstützung von Nachhaltigkeitszielen und einer höheren betrieblichen Effizienz.

Erhalten Sie Ihre individuelle Laser-ROI-Berechnung: +49 6431 595 6100
Kontakt
Mythos 3: Lasersysteme lassen sich schwer integrieren
Fakt: Mit der richtigen Unterstützung ist die Integration nahtlos und der Betrieb einfach
Moderne industrielle Lasersysteme von Videojet sind so entwickelt, dass sie sich einfach integrieren und benutzerfreundlich bedienen lassen, selbst in komplexen Produktionsumgebungen. In Kombination mit einem Full-Service-Integrationspaket bietet Videojet schlüsselfertige Lösungen, die unter anderem die Laserquelle, Strahlabschirmungen für Laser-Sicherheitsklasse 1, Absaugsysteme, Montagehardware und Automatisierungsschnittstellen umfassen. Dieser umfassende Ansatz eliminiert die Risiken des sogenannten „Box-Selling“, bei dem Kunden selbst für Themen wie Sicherheit, Compliance und die Durchführung einer Laser-Risikoanalyse verantwortlich wären. Wie Michael Strzyz, Director of Global Product Innovation bei Videojet, betont, geht es nicht nur darum, einen Laser zu kaufen, sondern um das Know-how, damit dieser Laser optimal funktioniert. Dadurch wird sichergestellt, dass die Integration reibungslos und sicher erfolgt.
Benutzerfreundliche Innovationen
- SmartFocus™: Passt den Laserfokus automatisch an die Produkthöhe an, selbst bei hohen Produktionsgeschwindigkeiten. Diese Funktion reduziert die Rüstzeiten erheblich und sorgt für eine gleichbleibend hohe Markierqualität bei unterschiedlichen Produktgrößen.
“Das System passt sich innerhalb von Millisekunden an verschiedene Produkte an, selbst auf Linien mit bis zu 80.000 Einheiten pro Stunde. Das ist ein echter Fortschritt.”
- Strahlumlenkeinheiten: Ermöglichen eine flexible Installation und sparen wertvollen Platz in engen Produktionsumgebungen. So lassen sich die Systeme in bestehende Produktionslinien integrieren, ohne dass umfangreiche Umbauten erforderlich sind.
- Plug-and-Play-Integration: Moderne Videojet-Lasersysteme sind für eine einfache Inbetriebnahme konzipiert und reduzieren die Komplexität, die bei der Installation neuer Anlagen oft entsteht.
- Intuitive Benutzeroberflächen: Vereinfachen die Bedienung und ermöglichen automatisierte Auftragswechsel. Dies reduziert den Schulungsaufwand für Bediener, minimiert das Fehlerrisiko und trägt durch weniger manuelle Eingriffe zur höheren Lasersicherheit bei.
Wichtige Integrationsaspekte
- Stabile, vibrationsfreie Montage: Eine feste und vibrationsfreie Installation ist entscheidend für präzise Markierungen und eine konstante Lasersicherheit, da sie die Stabilität des Laserstrahls sicherstellt.
- Strahlabschirmung und Absaugsysteme: Eine vollständige Strahlabschirmung sowie Absaugsysteme sind verpflichtend, um die Einhaltung der industriellen Lasersicherheitsstandards zu gewährleisten und ein sicheres Arbeitsumfeld zu schaffen.
- Integration mit Expertenunterstützung: Die Integration erfolgt mit umfassender technischer Unterstützung durch Videojet-Experten. Für die CE-Zertifizierung und Validierung wird Kunden in der Regel empfohlen, ein unabhängiges Drittunternehmen einzubinden, um sicherzustellen, dass das System alle erforderlichen europäischen Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutzanforderungen erfüllt. Dies reduziert potenzielle Risiken, die bei einer Laser-Risikoanalyse identifiziert werden können.
“Im Gegensatz zu CIJ-Systemen sind Laser nicht dafür ausgelegt, zwischen Produktionslinien bewegt zu werden. Das ist eine Einschränkung, bringt aber auch einen wichtigen Sicherheitsvorteil.”
Zusammenfassung
Videojet-Lasersysteme sind für eine einfache Integration und benutzerfreundliche Bedienung konzipiert. In Kombination mit der Unterstützung durch unsere Experten und schlüsselfertigen Lösungen profitieren Hersteller von höchster Betriebssicherheit und effizienten Prozessen. Der ganzheitliche Ansatz von Videojet stellt sicher, dass Kunden nicht nur ein Produkt, sondern eine vollständig integrierte und optimierte Markierlösung erhalten, bei der alle Anforderungen einer Laser-Risikoanalyse umfassend abgedeckt sind.
Mythos 4: Laser sind wartungsintensiv
Fakt: Lasersysteme sind wartungsarm, sicher und äußerst zuverlässig
Industrielle Lasermarkiersysteme gehören zu den wartungsärmsten Kennzeichnungstechnologien auf dem Markt. Während CIJ- und TTO-Systeme ihre eigenen Vorteile haben, erfordern sie in der Regel Verbrauchsmaterialien wie Tinte oder Farbbänder und damit verbunden regelmäßige Wartung. Im Gegensatz dazu arbeiten Lasermarkiersysteme ohne Verbrauchsmaterialien und verfügen über nur wenige bewegliche Teile, was den Wartungsaufwand erheblich reduziert und den Kontakt der Bediener mit Chemikalien minimiert. Das steigert sowohl die Betriebseffizienz als auch die Lasersicherheit.
Typische Wartungsanforderungen
- Linsenreinigung: Die Fokussierlinse sollte alle 4 bis 6 Wochen gereinigt werden. Dieser Vorgang dauert in der Regel nur etwa 30 Sekunden und ist die wichtigste regelmäßige Wartungsmaßnahme, um eine gleichbleibend hohe Markierqualität sicherzustellen.
- Überprüfung der Absaugfilter: Gelegentlich sollten die Filter des Absaugsystems kontrolliert und bei Bedarf ausgetauscht werden, insbesondere in staubigen Produktionsumgebungen. Das gewährleistet eine effektive Partikelabsaugung und trägt zur sauberen Luftqualität bei.
- Keine Verbrauchsmaterialien: Da keine Tinten, Farbbänder oder Lösungsmittel benötigt werden, entfallen die logistischen Herausforderungen und wiederkehrenden Kosten, die bei verbrauchsbasierten Kennzeichnungstechnologien typisch sind.
“Die Reinigung der Linse dauert gerade einmal 30 Sekunden. Mehr ist nicht nötig.”
Zusammenfassung
Videojet-Lasermarkiersysteme erfordern nur minimalen Wartungsaufwand: Es fallen praktisch keine Verbrauchsmaterialien an, und lediglich gelegentliche Linsenreinigungen sind notwendig. Dadurch sind sie eine zuverlässige und effiziente Lösung für industrielle Kennzeichnungsanforderungen. Der geringe Wartungsbedarf führt zu niedrigeren Betriebskosten, weniger Bedienfehlern und reduzierten ungeplanten Stillständen, was die Overall Equipment Effectiveness (OEE) deutlich verbessert. Zudem trägt dieser Ansatz zu einer höheren Lasersicherheit bei, da manuelle Eingriffe minimiert und potenzielle Risiken reduziert werden. Gleichzeitig wirkt sich das positiv auf die Gesamtkosten der Lasermarkierung aus.
Mythos 5: Lasersysteme können keine empfindlichen Materialien kennzeichnen
Fakt: Unterschiedliche Lasertypen decken nahezu jedes Substrat ab.
Industrielle Lasermarkiersysteme sind äußerst vielseitig. Mit dem richtigen Lasertyp und der passenden Wellenlänge lassen sich nahezu alle Materialien kennzeichnen, sogar solche, die als empfindlich oder schwierig gelten. Deshalb bietet Videojet ein umfassendes Portfolio an CO₂-, Faser– und UV-Lasersystemen, die jeweils speziell für bestimmte Materialien und Anwendungen entwickelt wurden.
Wie Michael Strzyz, Director of Global Product Innovation bei Videojet, erklärt, handelt es sich bei der Lasertechnologie um eine „absorptive Technologie“. Das bedeutet, dass der Markiereffekt davon abhängt, wie gut das Material die Photonen absorbiert. Wenn das Material die Photonen nicht aufnimmt, passiert schlicht nichts, ähnlich wie bei Licht, das durch ein Fenster scheint. Dieses Grundprinzip ist entscheidend für die Beurteilung der Materialkompatibilität.
Substratkompatibilität nach Lasertyp
| Laser-Typ | Ideale Substrate | Markierungsmechanismus (Beispiele) | Hauptvorteil |
|---|---|---|---|
| CO₂-Laser | Karton, PET, Glas, Kunststoffetiketten, organische Materialien | Ätzen, Gravieren, Aufschäumen, Farbänderung (z. B. bei transparenten Substraten) | Bestes ROI für geeignete Substrate, kosteneffizient |
| Faserlaser | Metalle, Hartkunststoffe | Oxidationsreaktion auf der Oberfläche (erzeugt eine schwarze Markierung) | Dauerhafte Markierungen auf robusten Substraten |
| UV-Laser | Flexible Folien, weiße Flaschenverschlüsse, medizinische Verpackungen, hitzeempfindliche Materialien | Chemische Farbänderung mit minimaler thermischer Belastung („lokalisierter Sonnenbrand“) | Erhält die Integrität empfindlicher Substrate |
“Wir nutzen inzwischen UV-Laser, um Substrate zu kennzeichnen, die bisher weder mit CO₂- noch mit Faserlasern markiert werden konnten, etwa Joghurtdeckel oder Verschlusskappen für Molkereiprodukte.”
Die meisten Anwendungen in den Bereichen verpackte Konsumgüter (CPG), Pharma und Industrie lassen sich mit Lasermarkierung zuverlässig abdecken, sofern das System optimal auf das jeweilige Substrat abgestimmt ist. Die richtige Auswahl des Lasertyps trägt nicht nur zur Lasersicherheit bei, sondern ermöglicht auch hochwertige, dauerhafte Kennzeichnungen, ohne empfindliche Substrate zu beschädigen. Max Owen, Product Manager Laser Technology bei Videojet, erklärt zudem, dass Laser nicht ausschließlich durch Verbrennen kennzeichnen. In vielen Fällen erfolgt eine chemische Farbveränderung, die den Einsatzbereich der Technologie deutlich erweitert und noch mehr Substrate markierbar macht.
Einschränkungen und zu berücksichtigende Faktoren
- Kontrastabhängigkeit: Laserkennzeichnungen basieren auf dem Kontrast, der durch die Materialreaktion entsteht. Eine Farbvariabilität wie bei tintenbasierten Systemen ist daher nicht möglich. Die Markierung entsteht in der Regel durch physikalische oder chemische Veränderungen direkt im Substrat.
- Nicht für hochauflösende Grafiken geeignet: Lasermarkierung ist nicht ideal für hochauflösende grafische Drucke, wie zum Beispiel detaillierte Adressetiketten. Ihre Stärken liegen vielmehr in der präzisen Kennzeichnung, der Serialisierung und der dauerhaften Markierung.
Branchen mit besonderen Anforderungen profitieren von Lasermarkierung
- Pharmazeutische Industrie: Serialisierte und 2D-Codes auf empfindlichen Verpackungen, bei denen Markierqualität und die Unversehrtheit des Substrats entscheidend sind, um gesetzliche Vorgaben einzuhalten und die Patientensicherheit zu gewährleisten.
- Kosmetikindustrie: Fälschungssichere Kennzeichnungen auf empfindlichen Oberflächen, die gleichzeitig die Produktästhetik bewahren und die Markenreputation schützen.
- Lebensmittel- und Getränkeindustrie: Geeignet für Hochgeschwindigkeitslinien und zur Reduzierung des Kontaminationsrisikos, insbesondere bei flexiblen Folien und Verschlusskappen.
“Das Substrat bestimmt den Lasertyp. Man kann sich CO₂-, Faser- und UV-Laser wie unterschiedliche Schraubendreher-Aufsätze vorstellen – jeder ist für eine ganz bestimmte Aufgabe ausgelegt.”
Zusammenfassung
Mit dem richtigen Lasertyp und der passenden Konfiguration lassen sich selbst empfindliche und anspruchsvolle Substrate sicher und effizient kennzeichnen. Dadurch ist die Laserbeschriftung eine zuverlässige Lösung für eine Vielzahl von Branchen. Entscheidend ist, die Eigenschaften des Substrats genau zu verstehen und die geeignete Lasertechnologie entsprechend auszuwählen.
Fazit und nächste Schritte
Die Laserbeschriftungstechnologie hat sich zu einer sicheren, kosteneffizienten und hochgradig vielseitigen Lösung für die heutigen Herausforderungen in der Fertigung entwickelt. Durch das Aufdecken verbreiteter Mythen und den Fokus auf faktenbasierte Informationen wird deutlich, dass Unternehmen mit der richtigen Integration und einer gründlichen Laser-Risikoanalyse ein Höchstmaß an Sicherheit und Effizienz erreichen können. Zudem bietet die Lasermarkierung dank geringem Wartungsaufwand und dem Verzicht auf Verbrauchsmaterialien einen klaren Kostenvorteil über die gesamte Lebensdauer hinweg und erfüllt gleichzeitig die höchsten Standards der Laser-Sicherheitsklasse 1.
Möchten Sie herausfinden, ob Lasermarkierung die richtige Lösung für Ihre Produktion ist? Vereinbaren Sie eine individuelle Beratung oder eine Live-Demo mit unseren Experten. Wir analysieren Ihre Anforderungen, erstellen Mustermarkierungen und empfehlen das passende System für Ihre Anwendung. Mit dem richtigen Ansatz steigern Sie die Sicherheit, vereinfachen Ihre Prozesse und erzielen messbare Ergebnisse – Fakten statt Mythen.
